Private Observatory Ploesen

Goliath

Der bisher größte und somit schwerste Spektrograph. Zeil ist bei noch hinnehmbaren light troughput (Lichtdurchsatz) maximale Auflösung zu erhalten. Der Spektrograph wird später eingesetzt um die H-Alpha Linie mit hoher Auflösung zu spektroskopieren. Ebenso ist in Aussicht, den Spektrographen zu einem Spektral-Polarimeter aufzurüsten.


Goliath Innenansicht
Das Licht tritt links oben im Kubus (dort ist Guidingunit untergebracht) durch den Spalt ein. Der erste Umlenkspiegel lenkt das Licht auf den Kollimator (Brennweite 300 mm). Das Licht wird dann am Gitter zerlegt und das Objektiv (Brennweite 250 mm) bildet das Spektrum auf dem Detektor (nicht im Bild zu sehen) ab. Das Spektrum wird voher noch durch einen zweiten Umlenkspiegel um 90° abgelenkt. Dadurch entsteht eine geometisch bessere Verteilung der Lasten (Detektorgewicht), damit mechanische Hebel so klein wie möglich gehalten werden können. Mechansiche Stabiliät ist für einen direkt am Teleskop hängenden Spektrographen von besonderer Bedeutung. Änderungen des Drehmomentes durch die Nachführbewegung des Teleskops  dürfen nicht zu einer Änderung der Biegung des Spektrographen führen. Denn dann würde sich das Spektrum auf dem Detektor verschieben. Genau Messungen wären nicht möglich.


 
Ausschnitt aus Sonnenspektrum
 
Obiger Ausschnitt des Sonnenspektrums zeigt drei parallel nebeneinander liegende Spektralstreifen. Diese rühren daher, weil ein Dreifachspalt mit unterschiedlichen Breiten eingebaut ist. Licht des mittleren Streifens fällt durch einen 25 Mikrometer Spalt. Hier treten die größten Lichtverluste auf, man sieht dies an der realtiven Helligkeit der drei Spektralstreifen. Dem unteren Streifen kann der 35 Mikrometer Spalt und dem oberen der 50 Mikrometer Spalt zugeordnet werden. Somit besteht die Möglichkeit, bei relativ schwachen Sternen einen breiteren Spalt zu verwenden um den throughput zu erhöhen.
Weiterhin sieht man, dass die Spektren über den gesamten Chip scharf abgebildet werden. Bildfeldwölbung, oder durch die Dispersion der Linsen bedingte chromatische Aberration sind also über die Länge des Chips (18 mm) zu vernachlässigen. Dies überstieg sogar die Erwartungen des Konstrukteurs.



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