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MiniSpecC

 Das C im Namen bedeuted, dass in diesem Spektrographen ein konkaves (concave) Gitter verbaut ist. Die Anordnung wird als Wadsworth-Anordnung bezeichnet und hat gegenüber der Rowland-Anordnung den Vorteil, dass das Spektrum nicht auf einem Kreis abgebildet wird, sondern nahezu eben ist. Dies erlaubt den Einsatz eines ebenen Detektors und ermöglicht das Abbilden eines längeren Spektralbereiches.





Obiges Bild zeigt den sehr kompakten MiniSpecC mit der DSI II. Es handelt sich hierbei ebenfalls um das gleiche Gehäuse (115 mm x 90 mm x 55 mm), wie schon beim MiniSpec verwendet wurde. Das Gewicht ohne Kamera liegt bei 500 g. Teleskopseitig ist ein 1,25" Anschluss angebracht und für die Kamerabefestigung ist ein T2-Gewinde vorgesehen. Der MiniSpecC eignet sich für Teleskope bis F/4.

Durch den vom Gitter erzeugten starken astigmatischen Fokus wird das Spektrum stark auseinander gezogen. Die Breite des Spektralstreifens liegt somit nicht in der Größenordnung des Seeingscheibchens, sondern weit darüber hinaus. Dennoch können sehr überzeugende Spektren gewonnen werden. Es empfehlen sich jedoch nur relativ helle Sterne. Der MiniSpecC ist eben ein Einsteigerspektrograph mit dem man die Grundtechniken der Spektroskopie erlernen kann.




Folgend nun einige Ergebnisse:

Anhand des Neonspektrums wurde die Auflösung mit einem 50 mü Pinhole zu 4 Angström und die Dispersion zu 1,23 A/Pixel bestimmt, damit liegt dies höher als bei Standard Einschraubgittern:




Nun folgen zwei Aufnahmen des blauen Wellenlängenbereiches von der Vega:











Die beiden Bilder des Spektralausschnittes zeigen den Astigmatismus. Die Linien werden (im sagittalen Fokus) sehr scharf abgebildet. Beim ersten Bild waren die Bedingungen nicht optimal und nach Addition der Einzelaufnahmen  wurden die Linien etwas verbreitert.




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