Private Observatory Ploesen

Projekte

 
Spektrographenbau

Hierzu finden sich unter dem Punkt Spektrographen weitere Informationen zu den einzelnen Systemen. Außerdem gibt es hier einige Publikationen zum Thema.

Untersuchungen zum örtlichen Seeing

Das Seeing (im weitesten Sinne das Funkeln der Sterne) wirkt sich in vielerlei Hinsicht sehr negativ auf spektroskopische Untersuchungen aus. Ziel des aktuell laufenden Projektes ist es, das statistische Schwanken des Seeings in Abhängigkeit der Höhe über dem Horizont, Wellenlängenabhängigkeit und evtl. Auswirkungen auf die Polarisation zu untersuchen.

Um einen Intensitätsdrift durch das Seeing zu  unterschiedlichen Wellenlängen zu untersuchen wird ein Seeing-RGB-Splitter verwendet. Dieser besteht aus einem Kollimator, welcher das vom Teleskop kommende Licht zu einem parallelen Strahlenbündel formt. Danach sind drei dichroitische Filter geschalten, welche jeweils einen Bereich des visuellen Spektrums reflektieren, während der andere durchgelassen wird. Dadurch entstehen auf der CCD drei Bilder des zu untersuchenden Sterns, womit die Intensitäten und FWHM des Sternbildes zeitgleich dargestellt werden können.


Seeing-RGB-Splitter
 

Untersuchungen zur Auswirkung der Abbildungsfehler des Objektivs auf das Spektrum

 
Ziel dieser Messungen ist es, herauszufinden wie gut ein Objektiv auf Abbildungsfehler korrigiert sein muss, damit die realen Bildfehler keinen auflösungsbeschränkenden Einfluss auf das Spektrum haben. Die hierbei untersuchten Bildfehler sind: Öffnungsfehler, Farbfehler und Bildfeldwölbung. Zur Messung wird ein Petzval-Objektiv verwendet, bestehend aus zwei Achromaten. Die Fehler dieses Objektivs können berechnet werden und anschließend wird durch Messungen der Einfluss dieser Fehler auf die Abbildungsqualität bestimmt. Durch variieren des Abstandes der beiden Linsen können die Fehler variiert werden, wodurch Messungen zu unterschiedlich großen Fehlern mit dem gleichen Objektiv vorgenommen werden können.




Petzval-Objektiv (Brennweite f = 60 mm) zur Messung der Bildfehler; linke Linse: d = 25,4 mm f = 150 mm;
rechte Linse: d = 25,4 mm f = 60 mm (Bezugsquelle: Thorlabs)


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